Geld verdienen mit Skipping

Die GEMA wird künftig Skipping in ihren Verträgen mit den Radiosendern erlauben. Eine Revolution und ein Aufbruch in ein neues Zeitalter. Doch was heißt das genau? Kann Skippable Radio das Hörererlebnis beflügeln? Und wie lässt sich damit mehr Geld verdienen? 

Erst Anmelden, dann skippen

Wie sieht meine Zielgruppe eigentlich aus? Eine Frage, die sich Senderbetreiber häufiger stellen als beantwortet bekommen. Wer gibt schon persönliche Daten preis, nur um Radio zu hören? Doch die Hemmschwelle sinkt, wenn zusätzliche Funktionen angeboten werden, die über das lineare Hören hinausgehen. Skippable Radio kann genau das. Die Hörer melden sich an, um im Stream nach ihren persönlichen Vorlieben Vor- und Zurückzuspringen. Bei gleicher Reichweite lassen sich durch die zunehmende Qualifizierung der Hörer höhere Werbeeinnahmen erzielen. Denn zusätzliche Daten, wie Geschlecht, Alter und Wohnort ermöglichen es, Werbung gezielter zu disponieren und so zu deutlich höheren Preisen zu verkaufen. 

Sollten sich die Hörer trotzdem gegen eine Anmeldung entscheiden, ist es mit unserer Technik nach wie vor möglich, ohne Anmeldung den Stream zu hören - nur auf den erweiterten Funktionsumfang muss dann verzichtet werden. Auf diese Weise bleibt der Stream auch in Internetradios und über Aggregatoren erreichbar.

Verlorene Hörer, so holen wir sie zurück

Wo sind unsere Hörer? Wenn sie nicht auf die Homepage oder in die App ihres Lieblingssenders gehen, nutzen sie häufig Aggregatoren um Radio zu hören, oder sie sind ganz und gar zu Streamingdiensten gewechselt. Skipping kann die Hörer wieder zurück bringen. Denn während bei den Aggregatoren nur der lineare Stream läuft, kann der Hörer bei den digitalen Angeboten des Senders (Homepage, App, Alexa Skills) die Skipping-Funktion nutzen. 

Und auch die verlorene Spotify-Zielgruppe kann so Stück für Stück zurückerobert werden. Die Redaktionen geben nur noch den Mantel für das Programm vor und nicht mehr den sekundengenauen Ablauf. Die Hörer entscheiden am Ende - ähnlich wie bei Musikstreaming-Diensten - selbst, was sie mögen oder eben nicht. Statt eines linearen Programms kann es dann unzählige verschiedene Mantelprogramme geben, welche die Redaktionen mit einem überschaubaren Aufwand planen können. 

Vieles ist machbar, aber (bisher) nicht alles erlaubt

Wie kann das Radio der Zukunft aussehen? Hier treffen wie so oft Theorie und Wirklichkeit aufeinander. Rein theoretisch könnten, neben Vor- und Zurückspringen in der Playlist, auch Titel oder Künstler ausgeschlossen und Programmelemente (Nachrichten, Wetter, Verkehr) ein bzw. ausgeschaltet werden. Vielleicht hat der Hörer auch nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung - dann könnte er festlegen, was er in der nächsten Stunde hören möchte. 

Leider kommen viele dieser Features für die Radiosender noch nicht in Frage, da das in den GEMA-Verträgen sehr wahrscheinlich ausgeschlossen werden wird. Technisch ließe sich das aber bereits heute mit unserem System realisieren. Wir wollen mit der Skipping-Funktion den Radiounternehmen eine neue Einnahmequelle zugänglich machen. "Skippable Radiostreaming" ist ein neues Businessmodell für Radiounternehmen, welches allen Sendern ermöglicht, auch in den kommenden Jahren auf dem hart umkämpften Audiostreaming-Markt gegen Spotify, Apple, Amazon oder Google zu bestehen. 

Schema der Produkte & Leistungen innerhalb der Skip-on-Radio-Streaminginfrastruktur

Schema der Produkte & Leistungen innerhalb der Skip-on-Radio-Streaminginfrastruktur